Da flog das Osterei vorbei – habt ihr´s gesehen?

13. April 2015 von liebe design | Keine Kommentare

© Sara Liebe

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Ich erzähle euch nun nichts neues: die Zeit rast dahin.

Wenn ihr wißt, wie sie sich anhalten läßt und sei es nur für einen Moment, verratet mir bitte dieses Geheimnis.

Über Ostern war ich ein paar Tage in meiner alten Heimat, habe einen Stopp eingelegt bei einer guten und langjährigen Freundin. Es ist jedesmal ein Genuß, mein Auge findet so viele kleine Kostbare Oasen, eine wahre Wonne, ein Augenschmaus! So klar, strukturiert und trotzdem herzlich, die Dinge sind mit großer Liebe ausgesucht. Die Stimmung wirkt auf mich fast klösterlich. – Das tut mir gut und jedesmal hege ich die Hoffnung, dass auch ich es schaffe, solch´ eine Atmosphäre in mein Heim zu zaubern.

Fast meine ich, die einzige Graphikerin (ja, ich schreibe es nach alter Schreibweise, da es mir optisch einfach besser gefällt) zu sein, die solch´ einen geradezu chaotischen Haushalt hat. Sammeln ist meine Leidenschaft. Wenn ich es wenigstens wie die Eichhörnchen machen könnte, dann wäre optisch schon mal einiges aus dem Weg gebuddelt. – Hm.

Meine Nachbarn wären wahrscheinlich weniger erfreut, wenn sie bei sich Dinge ausgraben, die sie gar nicht kennen…

Ja, mir kommen immer so viele Ideen, was man damit und hiermit machen kann, verändern und überhaupt… also muss ich wohl ziemlich alt werden, damit ich das alles schaffe, was mir so an Ideen kommt – uff und nicht an Demenz erkranken, sonst wird´s ja noch lustiger. ;-)

Nach dem Stopp bei meiner Freundin bin ich weiter nach HH, in die Heimat meiner Fischkopp-Familie. Dort hat mein Vater ein paar Bilder ausgegraben, noch so´n Sammler – der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Herrliche Fotos, ich habe ja kaum alte Fotos und nun kann ich in einigen wenigen schwelgen. Das obere zeigt mich, wohl mit 2-3 Jahren. Was für ein Haarschnitt. Prinzessin Eisenherz. Schien in den 70ern furchtbar modern gewesen zu sein. Den hatte ich lange, in verschiedenen Längen, wenn es mir zu bunt wurde, habe ich auch gerne selber die Schere angesetzt. Meine Schwester kann ein Lied davon singen.

© Sara Liebe

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Und in dem Käfer habe ich mit Vorliebe hinten im „Kofferraum“ gesessen. Das war ein winziges Plätzchen zu dem ich über die Rücksitzbank gekrabbelt bin. Oder in der Mitte von der hinteren Sitzbank sitzen, zwischen Fahrer und Beifahrer hindurch sehen und fast auf deren Schoß sitzen… Kindersitz, was ist das?  Boa, ich weiß noch, diesen bestimmten Geruch im Käfer, mir wurde jedesmal speiübel… der Geruch hängt mir immer noch in der Nase – lecker Weichmacher…

Ja, und das ist meine jüngere Schwester, die unter meinen kreativen Ideen so manches Mal leiden mußte ;-) Ich hoffe, sie nimmt es mir nicht allzu übel. War doch bestimmt auch ganz lustig mit mir… oder, Schwesterherz?

© Sara Liebe

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Ein paar Stimmungsbilder aus den Osterferien:

© Sara Liebe

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Sehenswert: Die Grüffelo Ausstellung in Münster! Mich haben vor allem die Zeichnungen interessiert, wie Axel Scheffler illustriert, seine Herangehensweise, sein Strich,… Originale sind immer wieder erquicklicher als „Kopien“ in den Büchern. Farbig sind seine Bilder teils richtige Knaller. – Geht hin, solange sie noch zu sehen ist.

Ich wünsche mir mehr Ausstellungen von Illustratoren, vor allem zeitgenössische, die werden mit ihrer Kunst viel zu wenig gewürdigt. Also, liebe Museen mehr Ausstellungen! Es gibt sooooo viele begabte Menschen und nicht nur eine Handvoll Künstler, die man immer wieder sieht.

© Sara Liebe

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Ja, und heute hat die Schule wieder begonnen und damit die täglichen Pflichten.

Ich fang dann schon mal an zu buddeln, was könnte ich als Erstes vergraben? Hm… die Wäscheberge,… das halbangestrichene Bett,… das…

no • media • day

1. April 2015 von liebe design | Keine Kommentare

no • media • day

no • media • day – Ein Tag der elektronischen Enthaltsamkeit.

Wenn Ihr Euch inspiriert fühlt und mitmachen möchtet, hinterlasst einen Link als Kommentar mit Eurem no • media • day damit wir alle teilhaben können.

© Sara Liebe

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Es reifte ein Gedanke in mir und am letzten Sonntag machte ich einen Anfang und setzte ihn in die Tat um. Ein no • media • day.

Bestimmt bin ich nicht die erste, die diesen Gedanken hatte, nicht die erste, die ihn in die Tat umsetzte und viele andere praktizieren das als ganz normales Leben. Keine Medien zu gebrauchen.

Sei es das Telefon, sei es das Handy, nicht den PC und nicht das Internet. Kurz, alles nötige um durch den elektronischen Kontakt mit der Außenwelt in Verbindung zu treten.

Mir kommt es vor, dass diese Medien, bedingt auch durch meinen Beruf, sehr viel zeitlichen Raum einnehmen und um dem entgegen zu wirken habe ich mir einen no • media • day verordnet.

Der Sonntag war gefühlt jedenfalls anders und manches Mal juckte es mir in den Fingern. Ein Schritt der Bewusstwerdung. Ein Schritt um Zeit wieder fühlbar werden zu lassen. Ich strickte, räumte diverse Schränke auf, bereitete ein ausgiebiges Essen vor, genoß die ruhigen Momente und Abends spielten wir ein Spiel. Was wir sonst sehr selten tun.

Was soll ich sagen – es tat gut.

Ich weiß nicht, wann ich mir einen nächsten no • media • day verordne, ob gleich am Sonntag. Ist ja ein schöner Tag, der Ostersonntag – mal sehen. Derzeit haben wir Ferien und die Uhren gehen von Haus aus schon langsamer.

Vielleicht wollt ihr auch mal einen no • media • day genießen…

Der Frühling nähert sich

4. März 2015 von liebe design | 1 Kommentar

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Eine befreundete Schreinerin zeigte mir die Vogelhäuschen, die sie gemacht hatte und meine spontane Idee war es ihr drei Stück anzumalen.

Die kann man jetzt bei uns kaufen, im Blumengeschäft um die Ecke. ;-)

Hier noch ein paar mehr Eindrücke:

© Sara Liebe

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Ausserdem habe ich den Montag genutzt um ein paar Vogelnester fertigzustellen. Es fehlten nur noch die Vögel… Wenn sie ganz fertig sind zeige ich Euch die Nester samt Bewohner.

Die Idee stammt von einer Freundin, die ich mal fragen muss, ob es in Ordnung wäre, wenn ich sie in meinem Blog erwähne. Wenn die Nester fertig sind, wird es die auch in dem Blumenladen hier um die Ecke geben. Gerne könnt ihr mich aber auch fragen, ob ich noch eines habe oder auch auf Wunsch anfertige, z.B. in euren Lieblingsfarben oder mit eurem Lieblingsvogel.

© Sara Liebe

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Und jetzt noch in persönlicher Sache, da ich ansonsten immer Rundmails schreibe und alle Leute nerve… was ich eigentlich nicht vorhabe. Aber wie gehe ich damit um, wenn etwas wichtiges zu Tun ist und man doch möchte, dass möglichst viele Menschen davon erfahren sollen, um dann gemeinsam an einem Strick zu ziehen. Schon ein Dilemma.

Dazu nun meine Internetseite, damit ich auf dieser Plattform vielleicht animieren kann, eine Unterschrift für gerechte Sachen zu tätigen.

Für die Bienen, denn ohne sie sind wir mächtig aufgeschmissen: http://www.bund.net/BayerPestizid

Und für bleibende Gerechtigkeit auf dem großen Weltmarkt: https://stop-ttip.org/de/

Vielleicht kann ich ja auch eurer Herz dafür gewinnen.

P.S. Heute las ich in unserer Tageszeitung über die reichsten Menschen der Welt. Also, wäre ich der reichste Mensch der Welt hätte ich einige Projekte auf meinem Schirm, ich wüßte wie ich das Geld schnellstmöglichst unter die Menschen bringen könnte: Den Regenwald aufkaufen, langfristige Jobs dort erhalten durch Baumanpflanzungen, mit lustigen Kampagnen gegen einen der größten Konzerne kontern, fängt mit N an und hört mit é auf, was hätte ich für einen Spaß dabei. Es fallen mir mit Sicherheit noch mehr Ideen ein, da gibt es ja einiges. – Aber – ich wäre diese Millarden ziemlich schnell los. Das ginge ganz fix, auch wenn jemand behauptet das geht nicht so schnell.

Was würdet ihr mit ein paar Milliarden anfangen?

 

1. Kinderspielecke im SuperBioMarkt

25. Februar 2015 von liebe design | Keine Kommentare

© Sara Liebe

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Heute präsentiere ich euch die erste Spielecke, die ich angemalt hatte. Sie befindet sich im SuperBioMarkt in Gelsenkirchen-Buer und es war ein Zufall, dass ich an diesen Job gekommen bin. Der Kindergarten sprach mich an, ob ich nicht Lust hätte die Kinderspielecke anzumalen. Ich sah mir das an und war von der Idee sofort angetan. Also machte ich mich frisch ans Werk. Die Wände waren aus glatten MDF-Platten und mußten erst einmal angeschliffen werden, damit dort überhaupt etwas hält. Ich war sehr in Sorge, ob die Farbe drauf bleiben würde.

Bei dieser Spielecke hatte ich einige Tage Zeit und konnte mich genüsslich drin austoben. Als ich fertig war mußte die Oberfläche versiegelt werden, denn ansonsten hätte man die Malereien mit dem Fingernagel wieder abkratzen können. Ich überlegte, was ich dazu nehmen könnte, denn ich wollte ungern die Wände mit Lack anmalen und habe mit Leinöl experimentiert, das mir ein befreundeter Schreiner empfahl. Eine sehr gute Empfehlung, es roch angenehm und für die Kinder ist es ungefährlich. Nun – sie sollten die Wände nicht ablecken, aber das wird wohl nicht vorkommen.

Die Ecke ist bei allen gut angekommen, einige wollten sofort einziehen.

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Herr Radau war begeistert und hat mir daraufhin einige Kinderspielecken angeboten, die ich verschönern sollte. Nachdem ich das nun einige Jahre machen darf, hat man mir zwischenzeitlich mitgeteilt, dass meine Malereien zum Konzept des SuperBioMarkts gehören – das freut mich sehr! Ein weiterer Aspekt der ebenso erfreulich ist, dass ich mit meiner Arbeit etwas Gutes fördere: Bioprodukte. Und letztendlich Gerechtigkeit mit Konsumverhalten zu vereinbaren. Aber das nur am Rande.

© Sara Liebe

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Für die anderen Kinderspielecken habe ich leider immer nur einen Tag Zeit, um die ganze Spielecke zu gestalten. Es ist ein Malmarathon! Hinterher bin ich immer total fertig, da ich am Stück zwischen 10-12 Std. male mit einer kurzen Pause und den Druck im Nacken, fertig werden zu müssen. Ich wünschte mir manches Mal es wäre anders und ich hätte mehr Zeit, denn dann würde ich einige Sachen detailreicher ausarbeiten. Ausserdem weiß ich oft nicht, wie groß die Ecken sind und der Prozess „Was male ich?“ entsteht direkt vor Ort, meist ohne große Vorarbeit. Ein Mal-Sprint.

In einer Ecke, die ich in Düsseldorf-Bilk gestaltet habe, leistete ich Vorarbeit, denn für die Ecke habe ich Lampen genäht, die aussehen wie große Kapuzinerkresseblüten aus Wollfilz. Leider sind die Fotos verschwunden. Hm. Sollte ich mal in Düsseldorf sein, werde ich die nochmals fotografieren.

Oder ihr wohnt zufällig in Düsseldorf-Bilk und macht mir Fotos davon. ;-)

 

Ein Langzeitprojekt à la Suzuko Koseki

18. Februar 2015 von liebe design | Keine Kommentare

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Eines meiner Langzeitprojekte. ;-)

Seit einigen Jahren nun verfolge ich den Blog von Soulemama und bin sehr angetan von Ihrer Schaffenskraft. Unter anderem hat sie schon einige Patchworkdecken erschaffen und die Art und Weise, wie sie die zusammennäht, frei und von der Brust weg, hat mich sehr angesprochen. Nicht in starre Formen gepresst, sondern ganz so, wie das Herz und der Stoff es will. So stöberte ich weiter und fand ein Buch „Natural Patchwork“ von Suzuko Koseki, dass mich ermunterte eine Decke anzufertigen.

Das ist nun schon einige Zeit her und ich habe gut dreiviertel der Quadrate genäht, die für das Projekt nötig sind.

Aber ich habe diese Art auch auf andere kleinere Näharbeiten übertragen, wie z.B. kleine Kissen, die ich verschenkt habe, bei uns im Haus verteilt sind oder derzeit bei DaWanda zu erwerben sind. Auch in meinen Kursen habe ich mit den Kindern kleine Kissen genäht, da man nicht so furchtbar akkurat sein muss und trotzdem ein schönes, lustiges Ergebnis hat.

Es gibt auch ein weiteres ansprechendes Buch, welches ich mir gerne ansehe „Sunday Morning Quilts“ von Amanda Jean Nyberg und Cheryl Arkison. Tolle Farben, schöne Stoffe.

An meiner Patchworkdecke nähe ich immer mal wieder – phasenweise. Dann entstehen wieder Quadrate und verschwinden im Korb, bis zur nächsten Phase. Als Stoffe habe ich alte und heißgeliebte Kleidungsstücke verwendet, als auch Stoffe, die mich schon lange begleiten. Zu einigen gibt es schon Geschichten. Dazu haben sich andere Stoffe gesellt, frisch gekauft. Es ist eine buntgemischte Auswahl von Alt und Neu.

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Selbst die Reste sprechen mich an und sammle sie, da ich noch überlege, was ich mit ihnen anfangen kann und wenn sie mir nur dazu dienen, etwas auszustopfen…

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