Schmuseweiche Ritterrüstung – DIY

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© Sara Liebe

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DIY  – wie zaubere ich aus einem schnöden Wollpulli eine kuschelweiche Ritterrüstung?

Zuerst kauft ihr irgendwo einen alten Wollpulli, Second Hand z.B. oder ihr habt noch einen rumliegen. Der Pulli sollte aus reiner Wolle sein und schon ein wenig größer als normal, ideal XL. Denn reine Wolle läuft gut ein, je nachdem wie locker oder fest er vorher gestrickt war.

Hier habe ich zwei Wollexemplare gefunden, reine Wolle und der Helle ist ziemlich stark eingelaufen, da er sehr locker gestrickt  und sehr fein war. Ideal ist es, den Pulli vor dem Schneiden zu waschen, auf 30 bis 60 Grad, dann schrumpft er und wird schön fest. Wenn ihr vorher schneiden würdet und danach wascht, ist das Schrumpfen unkalkulierbar.

© Sara Liebe

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Danach gucke ich mir an, wie die Rüstung ungefähr aussehen soll und schneide munter drauf los. Den Kragen ab, die Ärmel, die ich je nach Größe weiter verwenden kann. Schnippel hier, nähe ihn da ein wenig in Form und Schwupps, die Wupps, habt ihr eine schmusefeine Ritterrüstung. Eigentlich hätte ich gerne zwei dunkle Wollpullover gefunden, aber das ist gar nicht so einfach, reine Wollpullover zu finden. Die meisten sind mit Beimischung und die schrumpfen nicht ideal, wenn überhaupt.

Schmusefeine Ritterrüstung

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Ausserdem wollte ich jetzt nicht übermäßig viel Geld hinlegen, da ich die ja eh zerschnippel. Deshalb gab es hier auch eine Wikinger-Variante. Kind meinte, Wikinger hätten keine Hörner am Helm gehabt, das war nicht üblich. Ich hatte nämlich noch die Idee, da Hörner ranzunähen. Aber, ich halte mich an die Geschichte. Keine Hörner an den Helm.

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Ausserdem habe ich noch Lederreste zu einem Gürtel zusammengenäht und durch gezogen, ideal, damit Kind das Schwert dort hineinstecken kann. Natürlich für beide Rüstungen.

Ganz vergessen habe ich ja, wie ich den Helm gemacht habe – ja, aus den Ärmeln. Sofern das noch möglich ist. Ansonsten muss man ein bißchen mit einem anderen Material patchworken oder ganz aus einem anderen Material fertigen. Wenn genug „Ärmel“ da ist, aufeinander legen und zusammen nähen, oder bei mir ging es bei dem grauen Pulli sogar noch mit einem Mützen-Schnittmuster. Dann habe ich vorne noch einen Schnipsel drangenäht, dass es mehr nach einem Helm aussieht.

© Sara Liebe

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Anbei noch eine weitere Rüstung, die ich nach dieser Art gefertigt habe, für den Helm habe ich Restleder genommen und hatte noch genügend Restleder für Gamaschen, die ich nach Schnittmuster gefertigt habe. Die Rüstungsgrundlage war eine Alpakastrickjacke, die ich echt schweren Herzens geschrumpft habe… Vorne zusammen genäht und bevor ich sie gewaschen habe, habe ich die Ärmel abgeschnitten, deshalb sind die ein wenig fransig. Ideal bei der Schrumpfung von Wolle, das hinterher nichts mehr aufrippelt, da es durch´s Filzen fest wird, gewalkt. Es läßt sich also fröhlich drauflos schnippeln, ohne hinterher versäubern zu müssen.

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Und meine Fotos, ja, ja, ich weiß, sehen aus als wenn eine Kurzsichtige die gemacht hätte – ähm, stimmt ja auch ;-)

Schmuseweiche Ritterrüstung

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Mein Beitrag für creadienstag, creative jewish mom, kiddikram, pamelopee, Meertje, happyrecycling, hand made on tuesday , dienstagsdingemeitlisache, Seasonal Sewing November, und Handmade Tuesdays!

2 Kommentare

  1. Hi, die Helme sind aus den Ärmeln kreiert. Habe das im Text eingefügt, habe ich ganz versäumt zu schreiben. ;-)
    Lieben Gruß,
    Sara

  2. Eine super Idee für kleine Ritter! Wie machst du die Helme? Sind das die Ärmel?
    Und dein Sohn hat absolut Recht, was die Hörner angeht! :-)
    Alles Liebe, Pamela?

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